Afrika-der Kontinent mit den unbegrenzten Urlaubsmöglichkeiten

Urlauber, die das besondere Erlebnis suchen, buchen gern einen Urlaub nach Afrika. Urlaub in Afrika ist so beeindruckend und abwechslungsreich wie wohl sonst auf keinem anderen Kontinent. Der zweitgrößte Kontinent der Erde lässt sich in Nordafrika, Zentralafrika, Südliches Afrika, atlantische Inseln und Indischer Ozean einteilen. Viele schöne Länder werden bereist und so mancher Gipfel erklommen. Badeurlaub ist in Afrika genauso beliebt wie ein Wander- oder Kletterurlaub in einem der vielen eindrucksvollen Gebirge. Die Jahreszeiten werden in Afrika nicht von den Temperaturen, sondern von der Regenzeit bestimmt. Da Urlauber zu jeder Jahreszeit nach Afrika kommen, sind sie auch zu so manchem Feiertag in einem afrikanischen Land. Einer der vielen und für manche Länder so wichtige Feiertag ist der Afrika-Tag-25.05, der in jedem Jahr begangen wird. Unter anderem ist dieser Tag in Guinea, Mali, Sambia, Simbabwe und Namibia ein gesetzlicher Feiertag.

Der Afrika-Tag-25.05 und seine Bedeutung

Viele Urlauber sind an der Geschichte und Entwicklung ihres gewählten Urlaubslandes sehr interessiert. Besonders interessant ist für sie der Vergleich der Feiertage mit dem Heimatland. Natürlich hat nicht jedes Land der Erde die gleichen Feiertage. In Afrika gibt es einen ganz besonderen. Der Afrika-Tag-25.05 erinnert jedes Jahr an die Gründung OAU. An diesem denkwürdigen Tag wurde von mehr als 30 Staats- und Regierungschefs der unabhängigen afrikanischen Länder der Charter der OAU unterzeichnet. Die Organisation für Afrikanische Einheit wurde am 25.05.1963 gegründet. In den 50er und 60er Jahren befreiten sich immer mehr afrikanische Staaten aus der Kolonialherrschaft. Daraus ergaben sich für diese Länder neue Konflikte, da es den neuen Regierungschefs an der Erfahrung fehlte, ein Land zu regieren. Bewaffnete Reaktionen waren oftmals die Folge. Mit der unterzeichneten Charter und der Gründung der OAU wurde der Versuch unternommen, das afrikanische Staatensystem neu zu ordnen und die vollständige Entkolonialisierung anzustreben. Der Vorschlag einiger Staatsoberhäupter, alle afrikanischen Staaten zu einem großen Bundesstaat zusammenzufügen, wurde jedoch abgelehnt. Seit der Gründung der OAU wurde der Afrika-Tag-25.05 als Feiertag für alle afrikanischen Länder erhoben.

Ein Tag der Erinnerung

Seit nunmehr 48 Jahren ist der Afrika-Tag-25.05 ein Erinnerungstag für die afrikanischen Staaten an die Gründung der OAU 1963. Das eigentliche Ziel ist zwar noch nicht erreicht, aber die Länder Afrikas sind auf dem besten Wege dorthin. Urlauber, die sich gern ausführlicher über den Afrika-Tag-25.05 informieren möchten, können dies in vielen Museen und Bibliotheken der beteiligten afrikanischen Staaten tun. Die allgemein als sehr gastfreundlich geltenden Einheimischen der jeweiligen Länder geben sicher auch gern Auskünfte zu diesem Feiertag, der in vielen Ländern ein gesetzlicher ist und meist festlich begangen wird.

Feiertag des Gedenkens – Youth Day am 16.6.

Südafrika ist nicht nur das Traumland mit der unsagbar vielfältigen Landschaft, den städtischen Touristenmagneten, den herrlichen Stränden und der strahlenden Sonne. Das Land hat leider eine lange Geschichte hinter sich, die durch die Apartheid geprägt war. Auch heute erinnern den Besucher noch immer Dinge an diese unrühmliche Vergangenheit des wunderschönen Landes an der afrikanischen Südspitze. Ein Tag, der an Ereignisse der Apartheid und ihre Opfer erinnert, ist der Youth Day am 16.6. Alljährlich wird am 16. Juni dieser Tag begangen, an dem der Opfer eines Schüleraufstandes im Jahr 1976, dem Soweto Uprising, gedacht wird.

An dem denkwürdigen Tag, der heute mit dem Youth Day am 16.6. in Südafrika begangen wird, kamen 23 Menschen, darunter auch ein weißer Sozialarbeiter, vorwiegend aber Schüler im kindlichen Alter, durch die Schüsse der Polizei ums Leben. Vorausgegangen war dem Schüleraufstand ein Dekret der Regierung, nachdem der Unterricht in den Schulen Soweto allgemein in Afrikaans abzuhalten sei. Bereits vier Jahre zuvor hatten 98 % der Schüler gegen diese Maßnahme gestimmt, da Afrikaans nicht die üblich gesprochene Sprache in ihren Landkreisen war. An jenem 16. Juni kam es dann zu einer, anfangs friedlichen, Demonstration der Schüler, die schließlich vor der Orlando High School eine Stärke von 10.000 Teilnehmern erreichte. Während schon zuvor die geplante Route der Schüler durch die Polizei blockiert wurde, fielen schließlich in der Nähe der Orlando High School die ersten Schüsse. Ein Bild des sterbenden Schülers Hector Pieterson, 12 Jahre, ging um die Welt und sorgte für Entsetzen. Der Protest der Schüler von Soweto wurde in einer Straßenschlacht, die sich innerhalb der Polizeikessel entwickelte, niedergeschlagen.

An diese Vorkommnisse erinnert heute der jährlich begangene Youth Day am 16.6. Damit soll auch dessen gedacht werden, dass die Opfer der dunklen Vergangenheit des schönes Landes nicht vergessen werden.

Heute erinnert das Begehen des Youth Day am 16.6. vor allem auch daran, dass es letztendlich gelungen ist, das Regime der Apartheid zu beseitigen und demokratische Lebens- und Kulturformen aufzubauen. Wenn man gerade im Juni in Südafrika einen Urlaub verbringt oder dort zu Besuch ist, ist es recht wichtig, über die Geschichte des Youth Day am 16.6. Bescheid zu wissen. Es wird sehr geschätzt, wenn auch Touristen ein wenig über die Ereignisse wissen, die diesem Youth Day am 16.6. zugrunde liegen, der jetzt in Südafrika ein wichtiger jährlicher Feiertag ist.

Der Unabhängigkeitstag in Namibia

Namibia ist ein Staat im Süden Afrikas. Die Hauptstadt des Landes ist Windhoek. Mehr als zwei Millionen Menschen leben in Namibia.

Der 21. März 1990 gilt als der Unabhängigkeitstag von Namibia. An diesem Tag wurde das Land unabhängig-als letztes Land Afrikas. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Land vom Deutschen Reich zur Kronkolonie erklärt. 1915 wurde das Land von südafrikanischen Truppen besetzt, die weiterhin den Weg ihrer angestrebten Apartheidpolitik folgten. Zwischenzeitlich war das Land reich durch Bodenschätze und Diamanten geworden. Etwa 75 Jahre später-nach einem anhaltenden Guerillakrieg-wurde die lang angestrebte Unabhängigkeit endlich erreicht und durchgesetzt. Die erste frei gewählte Regierung trat am 21. März 1990 ihren Dienst an. Somit wurde dieser Tag zum Unabhängigkeitstag des Landes erklärt. Der Unabhängigkeitstag ist ein Nationalfeiertag. An diesem Tag soll den Opfern der Freiheitsbewegung gedacht werden. Außerdem wird an diesem Tag die Unabhängigkeit des Landes mit verschiedenen Festveranstaltungen gefeiert. 1990 entschied sich die neue Regierung gegen die bisherige Amtssprache und wählte stattdessen Englisch zur Amtssprache.

Seit dem Unabhängigkeitstag am 21. März 1990 ist Namibia eine Republik. Das Regierungssystem ist semipräsidentiell, dies wurde bei einer Abstimmung 1989 entschieden. Dieser Zeitpunkt wurde auch als Beginn der Unabhängigkeit bezeichnet. Der Präsident ist das Staatsoberhaupt und wird alle fünf Jahre neu gewählt. Der Premierminister des Landes wird vom Kabinett und dem Präsidenten des Landes bestimmt. Aus zwei Kammern besteht das Parlament Namibias. Der Nationalrat besteht aus 26 Sitzen. Da das Land aus 13 Verwaltungsbezirken besteht, hat jeder davon zwei Sitze. Die Vertreter werden auf sechs Jahre entsendet. Die Nationalversammlung hat 78 Sitze. 72 der Sitze werden bei einer Wahl vergeben, die restlichen sechs Sitze werden vom Präsidenten bestimmt. Fünf Jahre beträgt die Amtszeit der Mitglieder der Nationalversammlung.

Namibia ist ein schönes Reiseziel

Namibia liegt an der Küste des Atlantiks. Daher ist es als Reiseziel für Wassersportfreunde und auch Erholungssuchende sehr gut geeignet. Wer im Urlaub etwas Besonderes und gleichzeitig einzigartiges erleben möchte, der sollte unbedingt einen Ausflug in einen der Nationalparks des Landes unternehmen. Dort können Besucher zahlreiche Tiere in ihrer natürlichen Umgebung erleben und beobachten. Wer sich zum Zeitpunkt vom Unabhängigkeitstag in Namibia befindet, kann an den Feierlichkeiten gerne teilnehmen.

Ein etwas anderes Fest – Weihnachten in Botswana nach christlicher Tradition

Im Dezember herrscht in dem zentralafrikanischen Staat Botswana die größte Hitze des Jahres. Während in Europa die Kamine und Heizungen wenigstens in den Häusern für heimelige Wärme sorgen, helfen den Menschen in Botswana nur noch gekühlte Räume, um der Sonnenglut zu entfliehen. In diesem Klima Weihnachtsstimmung nach europäischem Muster aufkommen zu lassen, ist gar nicht so einfach. Aber die 52 Prozent Christen, die jährlich in Botswana das Weihnachtsfest begehen, kennen es nicht anders. Und so wird auch inmitten der Kalahari – Wüste jedes Jahr der Geburt Christi gedacht. Die christlichen Rituale unterscheiden sich nur wenig von denen der anderen christlichen Nationen auf der ganzen Welt.

Die Spuren der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien zeigen sich in Botswana bis heute nicht nur in der ersten Amtssprache Englisch. Die Regierung des heute demokratischen Staates hat auch die in England gültigen christlichen Festtage übernommen. Der Tag der Familie ist der 25. Dezember. Der 26. 12. gilt als erster Feiertag. Gemäß christlicher Tradition gilt der Tag der Familie dem Besuch der Messe oder des Gottesdienstes. Und natürlich gibt es für die Kinder an diesem Tag auch Geschenke, die allerdings nicht so umfangreich ausfallen wie in europäischen Staaten. Aber ebenso wie in Europa spielt sich das Fest weitgehend in den Häusern ab. Nur die Gründe unterscheiden sich, warum sich die Menschen hier und da hinter die Mauern zurückziehen. Während es besonders in Nordeuropa um Weihnachten herum oft bitterkalt ist, beschert die glühende Sonne den Menschen in Botswana tagsüber Temperaturen von etwa 35 Grad. Ein Klima, in dem Europäer Mühe haben, an Weihnachten überhaupt zu denken. Eine deutsche Familie, die berufsbedingt nach Botswana gekommen war, fand eine praktische Lösung. Sie beschloss, Weihnachten auf den 24. Juli zu verlegen. Mit einer blühenden Akazie als Tannenbaum konnten sie so wenigstens in der Nacht einmal auf heimatlichen Nachtfrost hoffen.

Der 26. 12. gehört wie in anderen christlichen Ländern auch oft den Freunden und Verwandten. Wann immer möglich, treffen sich die zum Teil weit verzweigten Großfamilien, um beim gemeinsamen Festschmaus ihr sommerliches Weihnachtsfest zu begehen. Und ein solches Fest kann ebenso viel Charme haben wie das traute Beieinander am knisternden Kaminfeuer.

Weihnachten wird auch in Afrika gefeiert

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Wie in vielen anderen Teilen der Welt wird auch in Afrika Weihnachten gefeiert. Auf dem afrikanischen Kontinent leben viele Menschen, die dem christlichen Glauben angehören. Es gibt aber auch viele Muslime. Daher wird das Fest auf verschiedene Arten gefeiert.

Südafrika

In Südafrika wird Weihnachten auf verschiedene Arten gefeiert. Es gibt hier viele Einwanderer, die das Weihnachtsfest nach den ihnen bekannten Traditionen feiern. Das heißt, dass viele Einwanderfamilien sich mit den Familien und Freunden treffen. Sie genießen aber neben dem gemeinsamen Essen auch die Ruhe und Besinnlichkeit. Die südafrikanische Bevölkerung hingegen feiert das Fest eher ausgiebig. So finden dann große Feiern statt, bei denen das Zusammensein mit lauter Musik genossen wird. Hier wird gemeinsam getanzt und gesungen, aber auch getrunken und gegessen. Diese Feierlichkeiten werden auf Grund der hohen Temperaturen oftmals am Strand oder am Pool ausgerichtet.

Mali

Nur eine geringe Anzahl der Bevölkerung gehört dem christlichen Glauben an. Dennoch ist der 25.12. ein gesetzlicher Feiertag. An diesem Tag wird im ganzen Land Weihnachten gefeiert. Der Tag wird im Kreise der Familie und Freunden verbracht und es wird zusammen gespeist. Auch ein großer Teil der Bewohner, die dem muslimischen Glauben angehören, bereiten an diesem Tag besondere Speisen zu, die sie mit ihrer Familie zu sich nehmen. Sind die Eltern in der finanziellen Lage, bekommen ihre Kinder kleine Geschenke. Vor allem die Jugendlichen feiern dann ab Mitternacht ausgiebige Partys.

Nigeria

Auch hier steht an Weihnachten das Zusammentreffen mit Familie oder Freunden im Vordergrund. Dann wird gemeinsam gegessen und gefeiert. Als traditionelles Weihnachtsessen wird Iyan angerichtet. Dabei handelt es sich um einen scharfen Gemüseeintopf. Leider verliert sich auch in Nigeria immer mehr die Tradition, dass die Reichen den Armen an diesem Tag etwas zukommen lassen.

Ghana

In Ghana wird Weihnachten bei mehr als der Hälfte der Bevölkerung nach dem christlichen Glauben ausgeführt. Schon Tage vorher wird mit den Vorbereitungen begonnen. Dabei werden die Häuser prunkvoll und bunt geschmückt und dekoriert. Auf dem Marktplatz des Ortes wird ein Baum aufgestellt, der gemeinsam dekoriert wird. In den meisten Fällen handelt es sich bei diesem Baum um eine Mango, eine Guawe oder einen Cashewbaum. Als traditionelles Essen wird Hühner- oder Ziegeneintopf mit Reis und verschiedenen Früchten gereicht. Dies ist der Höhepunkt des Weihnachtsfestes.

Day of Reconciliation in Südafrika

Der Day of Reconciliation ist ein gesetzlicher Feiertag in Südafrika und findet am 16. Dezember statt. Der Day of Reconciliation wird als der Tag der Förderung der Versöhnung und der nationalen Einheit seit dem Ende der Apartheid gefeiert. Fällt dieser Tag auf einen Sonntag, so wird er am darauffolgenden Montag nach geholt.

Am 16. Dezember 1838 siegten die Truppen der Voortrekker bei der Schlacht am Blood River über die Kampftruppen der Zuru. Der Führer der Voortrekker lies im Februar 1838 hunderte von Menschen töten. Daher waren die Buren in Natal einer ständigen Gefahr ausgesetzt. Im November 1838 stoß Andries Pretorius zu den Truppen und wurde zum Generalkommandant gewählt. Alle hofften auf eine Wende und eine friedliche Lösung. Mit einer Gruppe von etwa 500 Leuten und zahlreichen Planwagen begab er sich in Richtung der Hauptstadt der Zulu. Auf diesem Weg trafen sie auf starke Truppen der Zulu, die ihnen zahlenmäßig überlegen waren. Daraufhin bildete Pretorius mit seinen Leuten und den 64 Planwagen eine Kreisformation. So gelang es ihm die Truppen der Zulu zu schlagen und musste dabei selbst nur minimale Verletzungen seiner Leute hinnehmen. Auch der Anführer selbst zählte dabei zu den Verletzten. Wenige Tage nach diesem Kampf erreichte Pretorius mit seinem Gefolge den königlichen Kraal. Doch wurde dieser von Dingane zerstört. In der Nähe des Kraals auf einem Hügel wurden von ihnen die Überreste von Pieter Retiefs und seinen Leuten gefunden. Diese begruben sie in einem Massengrab. Durch diesen Sieg von Pretorius wurden die Kolonisierung des Natals und die Gründung einer eigenen Republik der Buren voran gebracht. Das Volk der Zulu wurde durch die Kämpfe sehr geschwächt. Die Macht von Dingane wurde ebenfalls sehr eingeschränkt. Somit setzte der Niedergang des einst so mächtigen Stammes im Süden des Landes ein. Da Pretorius einen Tag vor der großen Schlacht sein Gelübde ablegte, wurde der Day of Reconciliation bis 1994 als Tag des Gelübdes gefeiert.

Südafrika bietet vielmehr als die meisten Besucher sich vorstellen oder erahnen können. Neben einer einmaligen Tier- und Pflanzenwelt, die in den zahlreichen Nationalparks betrachtet werden kann, bietet das Land auch ein breit gefächertes kulturelles Leben. Auch eine Vielzahl von sehr interessanten Museen sind in dem Land, vor allem aber in den großen Städten wie Kapstadt beispielsweise, vertreten. Für einen Besuch während des Aufenthaltes in Kapstadt ist ein Besuch der Museen sehr empfehlenswert. Denn Urlauber können auf diese Art und Weise auch sehr viele Details und Informationen über die sehr interessante Geschichte des Landes in Erfahrung bringen. Die Museen haben auch am Day of Reconciliation, dem 16. Dezember geöffnet. Am Day of Reconciliation finden aber auch zahlreiche Festveranstaltungen im Land statt.

Internationaler Tag der Menschenrechte – 10.12 in Afrika hat dieser Tag besonderen Stellenwert

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Für viele Menschen hat der 10. Dezember kaum eine besondere Bedeutung. Die wenigsten wissen, dass es sich bei diesem Tag um den internationalen Tag der Menschenrechte handelt. Am 10. Dezember des Jahres 1948 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Gewählt wurde dieses Datum, weil der schwedische Chemiker und Erfinder Alfred Nobel an diesem Tag im Jahre 1896 verstarb. Nobel ist Stifter der seit 1901 jährlich verliehenen Nobelpreise. Die meiste Aufmerksamkeit erregt bei dieser Verleihung der Friedensnobelpreis, der zuletzt dem derzeitigen Präsidenten der Vereinigten Staaten Barack Obama verliehen wurde. Alfred Nobel war Erfinder des Dynamits und der Sprenggelatine. Von der Revolutionierung des bis dahin verwendeten Schwarzpulvers erhoffte er sich eine abschreckende Wirkung. Bald schon musste er aber feststellen, dass Abschreckung so nicht funktionierte.

Durch die Stiftung des Friedensnobelpreises, neben Nobelpreisen für Physik, Chemie, Medizin und Literatur, wurde ein Internationaler Tag der Menschenrechte – 10.12 zum zentralen Datum für Friedensaktivisten und Menschenrechtsorganisationen in aller Welt. Gerade in einem Land wie Afrika hat ein Internationaler Tag der Menschenrechte – 10.12 besondere Bedeutung. Kaum eine Region ist so geprägt von Menschrechtsverletzungen und Apartheid, wie der so genannte Schwarze Kontinent. Kolonialherren und Menschenhändler machten die Bevölkerung immer wieder zu Sklaven und verschleppten sie in alle Himmelsrichtungen. Kein Wunder also, wenn ein Internationaler Tag der Menschenrechte – 10.12 auf diesem Kontinent in besonderer Form gefeiert wird.

Afrika ist ein Kontinent der Gegensätze, sowohl landschaftlich als auch im Leben der Menschen. Überall da wo das ursprüngliche Afrika erhalten ist, ist die Natur intakt und die Menschen leben in Harmonie zusammen. Anders ist das überall dort, wo Kolonialmächte in das afrikanische Leben eingegriffen haben. Die Gründe hierfür waren vielfältig, die Folgen sind oft katastrophal. Deshalb begehen viele Friedensbewegungen und Menschenrechtsorganisationen an vielen Orten des schwarzen Kontinents den Tag im Dezember als Internationaler Tag der Menschenrechte – 10.12 mit Gedenkveranstaltungen, Feierlichkeiten und der Würdigung von Friedensaktivisten. In besonderer Weise tritt dabei Nelson Mandela in Erscheinung. Für ihn ist ein Internationaler Tag der Menschenrechte – 10.12 der Tag an dem er zusammen mit Frederik Willem de Klerk 1993 den Friedensnobelpreis verliehen bekam. Nach fast dreißigjähriger Inhaftierung wegen seines Kampfes gegen die Apartheid in Südafrika wurde der 10. Dezember für Nelson Mandela persönlich und für das schwarze Afrika zum Symbol der Freiheit neben den weißen Kolonialherren. Obwohl der Kampf gegen die Ausbeutung der Bevölkerung und der Bodenschätze noch lange nicht zu Ende ist, zeugt ein Internationaler Tag der Menschenrechte – 10.12 von dem Mut und der Unbeirrbarkeit auf dem Weg zu einem gerechten, freien Afrika und einer solchen Welt.

Eine hommage an die Freiheit – Botswana feiert jährlich einen Präsidententag

Akazie in Taita Hills

In vielen Ländern der Welt ist es eine Selbstverständlichkeit, das Recht frei zu wählen. Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, die Einhaltung der Menschenrechte. Dies alles sind Prädikate, die eine Demokratie ausmachen. Für die Menschen im zentralafrikanischen Botswana begannen diese Rechte erst im Jahr 1966, in dem Jahr, in dem Großbritannien seine langjährige Kolonie in die Freiheit entließ. Seitdem bestimmen demokratisch gewählte Regierungen die Geschicke der Menschen. Angeführt wird die Regierung vom Staatspräsidenten. Mit ihrer Wahl hatten die Menschen von Botswana bisher immer Glück. Deshalb gibt es jährlich den Präsidententag, an dem die Bevölkerung ihren Respekt vor dem wichtigen Amt bekundet.

Begangen wird dieser Präsidententag nicht an einem festen Datum. Dies variiert jährlich. Für gewöhnlich liegt er zwischen dem 17. und 20. Juli. Einmal fand er bereits am 16. 7. statt. Nur wenige Tage zuvor, am 1. Juli, gibt es ebenfalls in jedem Jahr einen weiteren Präsidententag, den Sir Seretse Khama Day. Mit diesem Tag ehrt die Bevölkerung den ersten Präsidenten des freien demokratischen Botswana. Khama übernahm die Regierung 1966 und blieb bis zu seinem Tod 1980 im Amt. Er war es auch, der die erste demokratische Partei „Botswana Democratic Party“ gründete. Bis heute ist sie unangefochtene Regierungspartei. Zwei Oppositionsparteien spielen bei den international als fair eingestuften Parlamentswahlen nur untergeordnete Rollen. Kluge Politik und wirtschaftlicher Weitblick des ersten Präsidenten brachten das ehemals arme Botswana schnell voran.
Mit dem Präsidententag dankt das Volk auch den Nachfolgern Khamas, die Botswana weiter mit Umsicht regierten. Quett Masire machte von sich reden, als er 1998 den Vorsitz einer Untersuchungskommission übernahm, die den Völkermord in Ruanda von 1994 untersuchte. Auch als Vermittler zwischen den beiden verfeindeten Parteien im Bürgerkrieg im Kongo trat er positiv in Erscheinung. Heute ist er als Gastredner an vielen Universitäten gefragt.
Festus Mogae, der das Präsidentenamt am 1. April 1998 übernahm, wurde 2008, als er vorzeitig aus seiner zweiten Wahlperiode ausschied, mit dem Mo – Ibrahim – Preis ausgezeichnet. Die mit 3, 7 Millionen Euro datierte Ehrung wurde ihm für „erfolgreiche Regierungsarbeit“ und für den Kampf gegen Aids in Botswana verliehen. Dieser Kampf gegen den HI Virus wird auch für den derzeitigen Präsidenten Ian Khama zu einem der Hauptprobleme werden. Ian Khama ist Sohn des in der Bevölkerung verehrten Seretse Khama. Auch inhaltlich führt er die durch Kontinuität geprägte Regierung der vergangenen Jahrzehnte fort.
Eines seiner wichtigsten Themen ist dabei der Kampf gegen AIDS. Obwohl die vergangenen Regierungen durch das Einrichten moderner Gesundheitsstationen und gezielte Anti – AIDS – Programme die Pandemie bereits um 37 Prozent senken konnten, sind noch immer rund 23,0 Prozent aller Erwachsenen in Botswana von der Krankheit befallen. Der Präsidententag – ein Dank der Bürger an verantwortungsvolle Regenten.

Nationalfeiertag am 27.4. – in Südafrika der Tag der Freiheit

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Viele Nationen feiern einen ganz besonderen Tag als ihren Nationalfeiertag. Immer hat ein bestimmtes Datum für eine Nation ganz besondere Bedeutung. Für Südafrika war das der 27. April 1994. Nach Jahrhunderten der Unterdrückung und der so genannten Apartheid durften an diesem Tag alle erwachsenen Menschen wählen. Was für die meisten Nationen der Welt schon lange vorher galt, konnte nun endlich auch in Südafrika praktiziert werden. Unter Aufsicht der IEC, der Unabhängigen Wahlkommission Südafrikas, durfte frei gewählt werden. Fast 20 Millionen Menschen kamen zu den Wahlurnen. Nur knapp verfehlte der African National Congress die Zweidrittelmehrheit. Unter der Führung von Nelson Mandela wurde eine Regierung der Nationalen Einheit mit der ehemaligen Apartheidspartei unter Frederik Willem de Klerk und der Inkatha Freedom Partei gebildet. Der Nationalfeiertag am 27.4. gehört sicher zu den denkwürdigsten weltweit.

Fünf Monate vor den ersten freien Wahlen in Südafrika wurden Nelson Mandela und der damalige Präsident Südafrikas gemeinsam mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Der Nationalfeiertag am 27.4. wird immer mit großem Aufwand gefeiert. Und sicher hatte der 27. April des Jahres 1994 besondere Bedeutung für die Freiheit und Gleichheit aller Menschen weltweit. Denn gerade auch die Regierungsbildung unter Mandela zeigte, dass ein friedliches und vor allem respektvolles Miteinander möglich ist. Deshalb gehört es sicher zu den Höhepunkten einer Reise nach Südafrika, am Nationalfeiertag in Pretoria zu sein. Neben den staatlich organisierten Feierlichkeiten, werden vielerorts ganz individuelle Gedenkfeiern veranstaltet. Und das alles eben typisch afrikanisch. Die musikalischen Klänge, die überall ertönen erinnern an die Vorfahren der verschiedenen Stämme. So erinnert der Nationalfeiertag am 27.4. auch an die vielen Millionen Menschen, die im Laufe der Jahrhunderte getötet oder versklavt worden sind.

Zu Recht erfüllt der Nationalfeiertag am 27.4. viele Afrikaner mit Stolz. Stolz auf eine lange Tradition, Stolz auf ein Land der Gegensätze und Stolz auf die Kraft und den Mut mit denen sie für ihre Freiheit gekämpft haben. Es ist sicher nicht immer so, dass ein friedfertiges Miteinander der verschiedenen ethnischen Gruppen funktioniert. An dieser Stelle steht Südafrika sicher als Vorbild. Auch wenn nicht immer alles wirklich friedlich ist, das Nebeneinander der noch vor 20 Jahren so verfeindeten Parteien in einem frei gewählten Parlament lässt auf eine bessere Zukunft hoffen.

Nationaler Frauentag – der 9. August in Südafrika

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Auf dem Weg zur Freiheit haben viele Menschen gelitten und ihr Leben gelassen. Südafrika steht symbolisch für den Kampf der dunkelhäutigen Menschen gegen Sklaverei, Unfreiheit und Diskriminierung. Eine der führenden Persönlichkeiten gegen die Apartheid in Südafrika ist der Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela der für seine Überzeugung und den Kampf gegen die Unfreiheit einen großen Teil seines eigenen Lebens im Gefängnis verbracht hat. Aber nicht nur herausragende Persönlichkeiten haben zum Ende der Apartheid beigetragen. Getragen wurden alle Bemühungen von den vielen tausend Menschen, die sich tagtäglich in den Kampf gewagt haben. Sie haben für ihre Ideale gekämpft und oft genug mit dem eigenen Leben bezahlt. Am 9. August wird in Südafrika ein Nationaler Frauentag gefeiert.

Nationaler Frauentag ist der Gedenktag für den 9. August 1956 an dem es etwa 20.000 Frauen in Pretoria wagten gegen die herrschende Rassentrennung zu demonstrieren. Sie prangten die Praxis der „Whites Only“ Gebiete und die Passpflicht für schwarze Männer. Whites Only bedeutete, dass diese Gebiete nur von Menschen mit weißer Hautfarbe betreten werden durften. Die Passpflicht bedingte, dass jeder dunkelhäutige Mann ständig einen Pass bei sich tragen musste. Ohne diesen Pass durften die Männer bestimmte Gegenden nicht betreten. Als die Regierung plante, diese Pflicht auch für Frauen einzuführen, gingen die Frauen auf die Straße. Nationaler Frauentag am 9. August wird im Gedenken an viele tausend mutige Frauen gefeiert, die damals für ihre Freiheit und die der darauffolgenden Generationen auch ihr eigenes Leben gelassen hätten.

Die Frauen des 9. August kamen aus allen Schichten und vor allem aus ganz unterschiedlichen ethnischen Gruppen. Vielleicht war das der Grund warum der Marsch friedlich verlief und der damalige Sekretär des Premierministers, die Petition in Empfang nahm. Heute ist auch ein Nationaler Frauentag für die Welt von Bedeutung. Das drücken die zahlreichen Veranstaltungen aus, die jährlich nicht nur in Pretoria durchgeführt werden. Nationaler Frauentag ist Symbol für den starken Willen und die große Kraft, die auch in einem Land wie Afrika für das Überleben so wichtig ist. Das Lied, das die Frauen auf ihrem Marsch zu den Union Buildings sangen, legt von dieser Kraft Zeugnis ab. wathint ‘abafazi, wathint ‘imbokodo, UZA Kufa! Heißt in etwa: Wer die Frauen schlägt, schlägt einen Felsen. Wer diesen zerkleinert, der wird sterben.